
Tages-Anzeiger vom 12.05.2007: Besuch in der weiten Welt von Zürich Nord
Neue Zürcher Zeitung vom 12./13.05.2006: Düfte aus anderen Welten - Vielfältiger erster Weltmarkt in Oerlikon
Die Vorstadt vom 18.05.2006: Ein Hauch Exotik lockte Massen an
Zürich Nord vom 11.05.2006: Der neue Markt in Oerlikon
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Tages-Anzeiger vom 12.05.2007
Besuch in der weiten Welt von Zürich Nord
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge empfing Werner Egli vom Verein Weltmarkt Oerlikon gestern Mittag die Medienschaffenden am Marktplatz Oerlikon. Zwar durfte der Medienverantwortliche den gesamten Stadtrat empfangen, doch leider machte ihm der Wind einen Strich durch die Rechnung. Nicht weniger als sechs Standbetreiber hatten nämlich wieder das Feld geräumt, bevor auch nur ein Mitglied der Stadtregierung den Weltmarkt betrat. Der Wind sei zu stark für ihre Produkte, meinten sie. Egli nahms gelassen und verwies stattdessen auf die vielen jungen Leute, die sich am Weltmarkt vergnügten und verpflegten.
Es ist die «zweite Staffel» des Weltmarkt, die mit dem Besuch eingeläutet wird. Wie letztes Jahr soll der Markt wieder an jedem zweiten Freitag im Monat die Gräben zwischen Alt- und Neu-Oerlikon überbrücken und der Integration ein freundliches Gesicht geben. Aufgeteilt in sechs verschiedene Kulturräume, bietet er Kulinarisches und Kunsthandwerk aus aller Welt.
Abgesehen von Stadtpräsident Elmar Ledergerber, der mit dem überdachten Roller kam, reiste der Gesamtstadtrat im Tram an und unterzog sich gleich nach der Ankunft am Bahnhof Oerlikon der Begrüssungsprozedur der Veranstalter, bevor er mit Essensgutscheinen eingedeckt wurde. Weltmarktleiter Roland Bischof bedankte sich bei den vielen Helfern. Ein weiterer Organisator betonte die «soziokulturelle Herausforderung» des Marktes. Ein Grund, wieso die Leute auf den Weltmarkt kämen, sei auch die Behebung von sozialen Defiziten, die durch Internetshopping entstünden.
Referenz an freiwillige Helfer
Man hörte förmlich die Mägen der Stadträte knurren, als ihnen weges des Windes die Hamburgerverpackungen des nahen McDonald's um die Ohren flogen, und so begab man sich nach den Ansprachen schnellstmöglichst an die Verpflegungsstände. Auf dem Weg dorthin mussten sich die Mitglieder der Stadtregierung aber noch den Fragen der Medienvertreter stellen. Martin Waser: «Nein, nein, Oerlikon und der Weltmarkt haben die Präsenz der Stadträte nicht nötig, um aufzufallen. Wir sind hier, um den freiwilligen Mitarbeitern unseren Respekt zu zollen.» Elmar Ledergerber: «Ich habe letzes Jahr schon hier im Rahmen der Stadtteilplanung gegessen und hatte die Idee, dieses Jahr gleich den gesamten Stadtrat mitzubringen. Anstatt zwischen den Sitzungen ein Catering zu bestellen, essen wir zur Abwechslung mal hier. Klar möchten wir auch auf die Attraktivität des Stadtteils weisen, schliesslich orientieren sich die Leute ja immer mehr nach dem Zentrum.» Sprachs und macht sich auf die Suche nach einem attraktiven Essensstand. 


Neue Zürcher Zeitung vom 12./13.05.2006
Düfte aus anderen Welten - Vielfältiger erster Weltmarkt in Oerlikon
Die Augen waren geblendet von Sonne und Farben, fremde Düfte verführten den Geschmackssinn. Der gestrige erste Weltmarkt auf dem Marktplatz in Oerlikon bot an knapp 80 Ständen für jeden Besucher etwas. Ausgesuchte einheimische und exotische Spezialitäten betörten den Gaumen, und Kunsthandwerk aus allen Weltregionen wurde angepriesen. Die Veranstalter – der private, ehrenamtlich arbeitende Verein «Weltmarkt Oerlikon» und die Stadtentwicklung Zürich – hatten sich ein aufwendiges Konzept auferlegt. In sechs klar gegliederte Kulturräume und Farben wollten sie die Aussteller einteilen. So markierte etwa eine blaue Fahne die Region Nord- und Südamerika, eine grüne den asiatischen Raum und eine violette die Schweiz. Geglückt ist dieses Unterfangen – zumindest am ersten Markttag – nicht ganz. Oder wer sucht im rotbeflaggten Mittelmeerraum den argentinischen Revolutionär Che Guevara und buntes Kinderspielzeug, gefertigt aus Holz aus den Wäldern Sri Lankas? Abgesehen von diesen kleinen geographischen Orientierungsschwierigkeiten war der Weltmarkt eine Freude für alle Sinne der zahlreichen Besucher am gestrigen Sonnentag. Aufgefallen ist der Kulturraum Afrika mit Schwerpunkt südlich der Sahara. Bei Dorothée Dakouri konnte sich der Marktbesucher mit «Attikéké» verwöhnen lassen – einem leicht süsslichen Gericht mit grilliertem Huhn und Couscous. Die 35-Jährige von Côte d'Ivoire lebt mit ihrem Mann in Seebach und ist begeistert von der Idee des Marktes. Ein paar Verkaufsstände weiter traf der Schaulustige auf Kinet Frischknecht-Sarr, eine 32-jährige Senegalesin, die in ihrer Auslage allerhand Fremdes anbot. So etwa eine Weihrauch-ähnliche Mischung, die helfen soll, den «eigenen Partner in Liebesdingen an sich zu binden». Jede Frau in Senegal habe ihre eigene Mixtur, verriet die junge Frau mit auffallend kunstvoll geflochtenem Haar. 


Die Vorstadt vom 18.05.2006
Ein Hauch Exotik lockte Massen an
Die Veranstalter sind mit der Premiere rundum zufrieden. Sie konnten den Weltmarkt vergangene Woche bei sonnigem Wetter eröffnen.
Wer am Freitag über den Marktplatz in Oerlikon schlendern wollte, kam nicht weit. Einerseits ging es zwischen den 75 Ständen des Weltmarktes wegen der Menschenmenge teilweise nur im Schneckentempo vorwärts.
Andererseits war der Geruch auf dem Marktplatz einfach zu verführerisch: Eine Mischung aus Curry, Fisch, belgischen Waffeln und asiatischem Gemüse stieg einem in die Nase. Man konnte förmlich riechen, wie vielfältig das kulinarische Angebot des Weltmarktes ist.
Treffen der Kontinente
Vielfältig waren auch die Produkte an den Ständen, die nach den Kulturkreisen Schweiz, Mittelmeer-Raum, Europa, Asien, Afrika und Nord- und Südamerika geordnet waren. So wurden zum Beispiel Schmuck, Holzartikel, Strickwaren, Sandalen und Kleider verkauft. Die Stände aus dem Mittelmeer-Raum boten türkischen Kaffee und Olivenöl an, und diejenigen aus Nord- und Südamerika sogar Indianerschmuck und Artikel aus Kokos- und Steinnuss.
Waren es nun die verschiedenen Produkte oder doch die kulinarischen Köstlichkeiten, die so viele Besucher anlockten? Jedenfalls war Paul Nievergelt, Präsident des Vereins Weltmarkt Oerlikon, überrascht: «Die Anzahl der Besucher hat unsere Erwartungen übertroffen. Die ganze Zeit waren sehr viele Leute auf dem Marktplatz unterwegs.» Besonders angetan zeigte sich Nievergelt von der Solidarität der Marktteilnehmer untereinander, «die bei allen Problemen unkompliziert Bereitschaft zu Lösungen zeigten.»
Familiäre Stimmung unterstützt
Dass die Stimmung unter den Marktteilnehmern so positiv war, hatte sicher auch mit der tatkräftigen Unterstützung der Organisatoren zu tun: Laut Werner Egli, dem Medienverantwortlichen, habe man bei Beginn des Marktes allen Standinhabern ein Glas Wein offeriert, das von Trachtenfrauen aus Peru, Marokko, China und den Philippinen überreicht wurde. Eine Aktion, die später auch beim Publikum auf grossen Anklang stiess. 


Zürich Nord vom 11.05.2006
Der neue Markt in Oerlikon
Früher war die Zahl der Märkte für die Prosperität eines Ortes bestimmend. An diesen Massstab könnte Oerlikon anknüpfen. Der neue monatliche Weltmarkt ist ein erster Schritt dazu, der Auftritt der permanenten Geschäfte wäre ein weiterer. Der neue Markt umfasst an 77 Ständen ein einzigartiges Warenangebot mit kunsthandwerklichem und auch landestypischem Charakter sowie exotischen Lebensmitteln. Daneben sollen auch verschiedene handwerkliche Tätigkeiten gezeigt werden. Der Markt soll aber auch dazu beitragen, ein Ort der Begegnung zu werden. 


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